Take back the streets - Gemeinsam Anti-Feminismus bekämpfen

Take back the streets - Gemeinsam Anti-Feminismus bekämpfen

Vorabend Demo

Die antifeministische Welle ist überall spürbar…

als wäre nicht eine einzige Frau allein genug, stieg die Anzahl der Femizide in Deutschland von 2023 auf 2025 deutlich.

Während 2023 noch jeden 3. Tag eine Frau in Deutschland durch einen Partner, Ex-Partner oder Männer im nahen Umfeld getötet wurde, sind es im Jahr 2025 bereits 251. 251 Frauen, die durch patriarchale Gewalt aus ihrem Leben gerissen wurden. Während rechte Akteure die Zahl oft instrumentalisieren, um gegen geflüchtete Menschen zu hetzen, ist längst klar,dass der gefährlichste Ort für Frauen das eigene Zuhause ist.Nicht nur das Leben von Frauen ist bedroht, sondern auch das Leben von queeren Menschen. 2025 wurden von 245 angemeldeten CSDs mindestens 110 durch Gegenproteste gestört, was eine Verdopplung aus dem Vorjahr gewesen ist. Insbesondere queere Menschen in ostdeutschen Bundesländern sind einer massiven Bedrohung ausgesetzt. 

Auch in Bonn kam es 2025 zu einer -wenn auch kleinen - rechten Gegendemo gegen Beethovens Bunte auf dem Münsterplatz.Erst 2022 starb trans Mann Malte C. anden Folgen eines gewaltsamen Übergriffs, während er den CSD Münster besuchte.

Nicht nur auf der Straße wird das Leben von FLINTA* bedroht, sondern auch im Netz ist Antifeminismus längst salonfähig geworden. Incels, Alphas, Pick-Up Artists usw. fluten das Netz mit antifeministischen Inhalten und teilen allesamt den Gedanken, dass es ihr Recht sei, über Frauen zu verfügen und Queerfeminismus die Wurzel ihrer Probleme sei.Dabei ist das Leben von FLINTA überall auf der Welt bedroht. Sei es in der Ukraine, Gaza oder dem Sudan, wo FLINTA sexualisierter Gewalt durch Krieg ausgesetzt sind. Sei es in Rojava, wo das Leben von FLINTA* konstant einer Bedrohung durch türkische oder islamistische Angriffe ausgesetzt ist.Sei es im Iran, wo eine unermüdliche Jin Jian Azadî Bewegung immer wieder brutal niedergeschlagen wird, während Deutschland ohne mit der Wimper zu zucken wirtschaftliche Beziehungen pflegt oder sei es in Afghanistan, wo Mädchen und Frauen durch die Taliban keinerlei Rechte mehr besitzen, was die Bundesregierung auch nicht von diplomatischen Beziehungen mit einem Konsulat in Bonn abhält.

Gleichzeitig kämpften FLINTA* unaufhörbar weiter – so konnte 2024 endlich der Paragraph 219a gestrichen werden, der Informationen über Schwangerschaftsabbrüche unterbunden hat und das TSG konnte durch das Selbstbestimmungsgesetz ersetzt werden, ein Meilenstein für queere Menschen.

Im Frühjahr 2025 zeigte Gisèle Pelicot der ganzen Welt das „die Scham die Seite wechseln“ muss und führte die Vergewaltigungsprozesse von Avignon öffentlich, wodurch das Thema sexualisierte Gewalt weltweite Aufmerksamkeit bekam. Das sind nur wenige Beispiele die zeigen, dass FLINTA* auf der ganzen Welt unermüdlich weiterkämpfen!Auch wir wollen zeigen – ihr bekommt uns nicht klein, wir kämpfen weiter bis wir in einer Welt leben, in der FLINTA* sicher und gleichberechtigt sind. Am 07.03. um 20 Uhr nehmen wir uns mit einer lauten Vorabend Demo zum 8. März die Straßen Bonns und danach die ganze Welt.

Im Anschluss an unsere Demo wird es einen Flashmob von One Billion Rising geben. Das Tutorial zum Tanz findet ihr auf onebillionrisingbonn.de und am 06.03. um 19 Uhr wird es eine öffentliche Probe im Tanzlabor geben.

Wir wollen, dass sich alle Genossinnen und alle FLINTA sicher fühlen können unter uns.

Wir wollen, dass sich unsere palästinensischen Genoss*innen sicher fühlen, die in den letzten Jahren wie kaum jemand anderes Polizeigewalt erfahren haben und die für Frauen und Queers in Gaza kämpfen, die unter patriarchalen Kriegstreibern leiden. 

Wir wollen, dass unsere jüdischen und israelischen Genoss*innen sich sicher fühlen können, die einem erstarkten Antisemitismus ausgesetzt sind, der unter anderem die massive sexualisierte Gewalt vom 07. Oktober leugnet oder sie von feministischen Bündnissen ausschließt. Wir wünschen uns feministische Wertschätzung der unterschiedlichen Kämpfe und wollen gemeinsam gegen Antifeminismus auf die Straße gehen, der uns alle betrifft.

in 12 days
Friedensplatz
Friedensplatz, 53111 Bonn
Add to calendar
Download flyer
0 2