Rechtsextreme Medienstrategien

Rechtsextreme Medienstrategien

Vortrag & Diskussion 90 Minuten

Seit jeher werden krisenhafte Situationen und gesellschaftliche Verunsicherungen von Rechtsextremen für die Verbreitung ihrer Agenda instrumentalisiert. Ziel ist eine möglichst hohe Reichweite menschenfeindlicher und antidemokratischer Narrative sowie deren Normalisierung im öffentlichen Raum.

Dabei setzen rechtsextreme Akteur:innen zunehmend auf zeitgemäße digitale Strategien: Sie nutzen Influencing-Mechanismen, greifen aktuelle TikTok-Trends auf und produzieren Inhalte in Form von Livestreams, Podcasts oder Kurzvideos. Eine wachsende Rolle spielen dabei rechtsextreme Aktivistinnen, die sich gezielt als Influencerinnen inszenieren, ästhetisierte und lifestyle-orientierte Inhalte verbreiten und so neue, insbesondere junge Zielgruppen ansprechen. Durch trendaffine Ästhetiken, algorithmusfreundliche Inhalte und plattformspezifische Codes gelingt es ihnen, ihre Ideologie niedrigschwellig zu vermitteln und zu normalisieren. Parallel dazu etablieren sich digitale Räume mit geringer Regulierung, in denen rechtsextreme Positionen offen vertreten und anschließend crossmedial über reichweitenstarke Plattformen beworben werden.

Der Vortrag widmet sich den Medienstrategien rechtsextremer und verschwörungsideologischer Akteur:innen, analysiert das Wechselspiel zwischen etablierten sozialen Netzwerken und Ausweichplattformen und gibt Einblicke in Influencing-Praktiken, Social-Media-Trends sowie die formale und ästhetische Gestaltung rechtsextremer Online-Propaganda.

in 5 days
Oscar-Romero-Haus
Heerstraße 205, 53111 Bonn
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